„Nicht mit mir“ an der Teckschule
Im Januar 2025 ist das Gewalt- und Selbstverteidigungsprojekt „Nicht mit mir“ an der Teckschule gestartet. Beginnen durften die Viertklässler mit diesem Angebot. Jede Klasse erhält sechs Schulungseinheiten, die jeweils 90 Minuten dauern. Herr Knauss, der fachkundige Kursleiter, sensibilisiert die Kinder zum Thema „gute, schlechte Geheimnisse“, bespricht eingehend was Gewalt ist, und vermittelt dann den Kindern verschiedene Techniken, wie sie sich in Gefahrensituationen verhalten und behaupten können.
Ergänzend zu den vielen verschiedenen Übungsformaten bearbeiten die Kinder gemeinsam ein Begleitheft zum „Nicht mit mir“-Kurs. Der deutsche Jiu-Jitsu-Verband hat dieses herausgegeben und bietet dieses Heft in zwei verschiedenen Schwierigkeitsstufen an. Es deckt also die gesamten Klassenstufen der Grundschule mit altersgerechten Formulierungen und Bildmaterialien ab.
Ermöglicht wird dieses tolle Angebot vom Förderverein der Teckschule. Frau Wenzel, die Vorsitzende des Vereins, nahm zu Beginn des Schuljahres Kontakt zur Schulleitung auf und stellte das Gewaltpräventionskonzept vor. Sie hatte schon den Elternbeirat von dem Konzept begeistert, lediglich die Finanzierung und die Umsetzung im Unterricht musste noch geklärt werden. Durch Beteiligung beim „Sparda-Impuls“ der Sparda-Bank Baden-Württemberg, Spendengelder der „Stiftung – dem Menschen nahe“ und Ersparnisse des Fördervereins, ist „Nicht mit mir“ für alle Kinder der Teckschule kostenfrei.
Im Laufe des Schuljahres erhalten alle Schulkinder 6 Übungseinheiten. Damit dies möglich ist, werden nach den Pfingstferien zwei Einheiten parallel durchgeführt, von Herrn Knauss und Frau Mrosk, einer weiteren professionellen Kursleiterin. Die Kinder, die mit Herrn Knauss schon Kurse erlebt haben, sind begeistert. Sie erhalten konkrete Tipps, zum Beispiel das Ampelprinzip, die Rettungsinseln und die goldene Regel, dass laut schreien oder nein sagen viel Mut erfordert, aber wirkungsvoll ist.
Im Wechsel mit den theoretischen Übungsteilen lernen die Kinder in praktischen Übungen, wie sie ihren Kopf durch Verschränken der Arme vor Schlägen schützen können, wie sie sich mit dem Zitronentrick vom Klammergriff befreien können, wie sie durch den festen Stand sichern und durch klare Körperhaltung Signale aussenden können.
Wir hoffen alle, dass die Kinder dies nie anwenden müssen und dass sie vor Übergriffen geschützt sind. Aber sollten sie doch in eine herausfordernde Situation kommen. So haben sie durch „Nicht mit mir“ viele Handlungsmöglichkeiten gelernt und können sich selbst schützen oder auch verteidigen.
Eine tolle Ergänzung zu „Nicht mit mir“ war das interaktive Theraterstück „Hau ab“, das der Förderverein der Teckschule initiert hatte. Im Stück, das alle Kinder der Teckschule sehen und miterleben durften, geht es auch um die Stärkung der Kinder und die Sensibilisierung für gefährliche Situationen.
Ich bedanke mich im Namen der Kinder und Lehrer beim Förderverein ganz herzlich, dass alle Teckschüler, sowohl das Theaterstück als auch die sechs Übungseinheiten erleben dürfen und dadurch stark und mutig mit Herausforderungen umzugehen lernen.